5Und die Zahl aller Seelen, die aus Jakobs Schoß hervorgegangen waren2, betrug siebzig3 Seelen. Josef aber war schon in Ägypten.
6Und Josef starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation.
7Die Söhne Israel aber waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark4, und das Land wurde voll von ihnen.
8Da trat ein neuer König die Herrschaft über Ägypten an, der Josef nicht mehr kannte.
9Der sagte zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Söhne Israel ist zahlreicher und stärker als wir.
10Auf, lasst uns klug gegen es vorgehen, damit es sich nicht noch weiter vermehrt! Sonst könnte es geschehen, wenn Krieg ausbricht, dass es sich auch noch zu unseren Feinden schlägt und gegen uns kämpft und dann aus dem Land hinaufzieht5.
11Daher setzten sie Arbeitsaufseher6 über es, um es mit ihren Lastarbeiten zu drücken. Und es baute für den Pharao Vorratsstädte: Pitom und Ramses.
12Aber je mehr sie es bedrückten, desto mehr nahm es zu; und so breitete es sich aus, so dass sie ein Grauen erfasste vor den Söhnen Israel.
13Da zwangen die Ägypter die Söhne Israel mit Gewalt zur Arbeit
14und machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit an Lehm und an Ziegeln und durch allerlei Arbeit auf dem Feld, mit7 all ihrer Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt zwangen.
15Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra und die andere Pua hieß,
16und sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helft und bei der Entbindung8 seht, dass es ein Sohn ist, dann tötet ihn, wenn es aber eine Tochter ist, dann mag sie am Leben bleiben.
17Aber weil die Hebammen Gott fürchteten, taten sie nicht, wie ihnen der König von Ägypten gesagt hatte, sondern ließen die Jungen am Leben.
18Da rief der König von Ägypten die Hebammen zu sich und sagte zu ihnen: Warum habt ihr das getan, dass ihr die Jungen am Leben gelassen habt?
19Die Hebammen antworteten dem Pharao: Ja, die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind lebenskräftig; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie schon geboren.
20Und Gott tat den Hebammen Gutes, und das Volk vermehrte sich und wurde sehr stark9.
21Und weil die Hebammen Gott fürchteten, geschah es, dass er ihnen Nachkommen schenkte10.
22Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Nil werfen, jede Tochter aber sollt ihr am Leben lassen!
1 d. i. die Familie
2 d. h. die von Jakob abstammten
3 LXX liest: fünfundsiebzig
4 o. zahlreich
5 o. sich des Landes bemächtigt
6 w. Oberste der Zwangsarbeit
7 o. neben, außer
8 w. an den Töpferscheiben o. bei den Steinen seht: wenn. - Gemeint sind vielleicht die Steine, auf denen die Gebärende kauert, oder die Geschlechtsteile der Kinder.